Startseite
Leitbild
Pflegekonzept
Diakonie + Gemeinden
Aktuelles
Krankenpflege
Krankenpflege
Tagespflege
Pflegeversicherung
MDK Begutachtung
MDK Begutachtung
Kontakt
Impressum

 
Antworten zum Thema..

An dieser Stelle sollen Fragen beantwortet werden, die in der Pflege immer wieder auftauchen und über die Angehörige und Betreuer informiert sein müssen.

» Freiheitsentziehende Maßnahmen
» Voraussetzungen und Schritte zum Erhalt zusätzlicher Betreuungsleistungen
» Was ist MRSA?
» Das Norovirus - empfohlene Maßnahmen im Privathaushalt

» Vermeidung von Stürzen  - Ein Leitfaden für Betroffene und Angehörige


Freiheitsentziehende Maßnahmen

Was versteht man unter freiheitsentziehenden Maßnahmen?

Rechtlich handelt es sich um eine freiheitsentziehende Maßnahme, wenn Ihr Angehöriger durch mechanische Vorrichtungen oder auf andere Weise in seiner Fortbewegungsfreiheit beeinträchtigt wird und er diese Beeinträchtigung nicht ohne fremde Hilfe überwinden kann.

Zu den freiheitsentziehenden Maßnahmen in der ambulanten Pflege gehören z.B.:

  • Anbringen von Bettgittern
  • Anlegen von Sitz- oder Bauchgurten
  • Befestigung von Therapie- oder Stecktischen am Stuhl oder Rollstuhl
  • Absperren der Haustür oder des Zimmers
  • sedierende Medikamente, wenn sie verabreicht werden, um den Angehörigen in seiner Bewegungsfreiheit einzuschränken

 

Was kann getan werden, um diese Maßnahmen zu verhindern?

Wir versuchen in diesem Rahmen, von allen an der Pflege unseres Kunden Beteiligten, z.B. Angehörige, Ärzte, gesetzl. Betreuer und Therapeuten, zu erfahren, welche Probleme möglicherweise dem Verhalten unseres Kunden zugrunde liegen.

Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf eine gezielte Sturzprophylaxe gelegt. Eine Tagesstrukturierung entsprechend der Biographie und den Bedürfnissen Ihres Angehörigen kann ebenso zielführend sein.


Welche Gründe gibt es, freiheitsentziehende Maßnahmen durchzuführen?

Freiheitsentziehende Maßnahmen sind wegen der im Grundgesetz garantierten Freiheitsrechte nur zum Wohl und Schutz Ihres Angehörigen und nur in Ausnahmefällen zulässig.

Dies kann der Fall sein, wenn Ihr Angehöriger beispielsweise durch Unruhe, Aggressivität oder Orientierungslosigkeit

  • selbst- oder fremdgefährdet ist,
  • erheblich sturz- und dadurch verletzungsgefährdet oder
  • gesundheitlich beeinträchtigt ist.

 

Welche rechtlichen Voraussetzungen gibt es?

Ihr Angehöriger kann selbstbestimmt und wirksam einwilligen. Kann er dies nicht mehr, muss die Einwilligung durch einen gesetzlichen Betreuer erfolgen, der den Aufgabenkreis der Gesundheitssorge hat. Ferner kann eine bevollmächtigte Person mit Vorsorgevollmacht, dem durch die Vollmacht dieses Recht eingeräumt worden ist, auch einwilligen. Haben Sie die Vorsorgevollmacht nicht, handeln sie rechtswidrig. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden und ist zeitlich befristet. Nach Ablauf der Zeit muss die Einwilligung erneuert werden. Die Durchführung und die Notwendigkeit der Maßnahmen werden regelmäßig von der Diakoniestation überprüft.

 

Voraussetzungen und Schritte zum Erhalt zusätzlicher Betreuungsleistungen

Seit einigen Jahren gibt es einen Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen für demenzkranke Angehörige. Viele sind sich aber nicht sicher, ob er für ihre Situation zutrifft. Die folgenden Fragen werden immer wieder gestellt:

In welcher Höhe gibt es zusätzliche Betreuungsleistungen und können nur Demenzkranke sie  bekommen?

Nach dem Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz ist Demenz, eine geistige Behinderung oder psychische Erkrankung Voraussetzung für den Erhalt zusätzlicher Leistungen. Der Medizi­nische Dienst stellt bei einem Besuch des Betroffenen den Grad seiner Einschränkung fest.
Der Grundbetrag beträgt € 1.200 im Jahr, der erhöhte Betrag € 2.400.

Muss der Arzt den Besuch des Medizinischen Dienstes beantragen?

Sie selbst können bei Ihrer Pflegekasse einen formlosen Antrag auf Leistungen nach § 45 a SGB XI, stellen. Wenn der Gutachter des Medizinischen Dienstes nach seinem Besuch bestätigt, dass ein Anspruch besteht, haben Sie rückwirkend Leistungsansprüche. Der Tag der Antrag­stellung gilt als Beginn.

Wie kann ich die Betreuungsleistungen nutzen und wer darf sie anbieten?

  • Mit dem Betrag können Kostenanteile der Kurzzeitpflege, welche nicht von der Pflegever­sicherung übernommen werden (Unterkunft, Verpflegung), gedeckt werden.
  • Sie können - unabhängig von Pflege - zusätzliche Betreuung durch einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch nehmen.
  • Sie können die stundenweise Betreuung des Kranken entweder zu Hause oder in einer Betreuungsgruppe durch niedrigschwellige Betreuungsangebote nutzen.


Was versteht man unter einem niedrigschwelligen Betreuungsangebot?

Niedrigschwellig bedeutet, dass nicht professionelle Kräfte, sondern geschulte Ehrenamtliche die Betreuung übernehmen. Der Anbieter, der die Ehrenamtlichen begleitet, braucht dazu die offizielle Anerkennung des Landesamtes für Soziales. Der Vorteil dieser Art der Betreuung ist, dass sie kostengünstiger  ist und sich deshalb aus dem festgesetzten Betrag für den Betroffenen mehr Stunden ergeben. Dies bedeutet eine größere Entlastung für die pflegenden Angehörigen.

Ist der Demenzkranke nicht überfordert,  eine Betreuungsgruppe aufzusuchen?

Unser Angebot schließt einen Fahrdienst mit ein. Der Betroffene wird zu Hause abgeholt – in der Regel von derselben Person, was ihm ein Gefühl der Sicherheit vermittelt. Auch in der Gruppe schaffen bestimmte regelmäßig wiederkehrende Aktivitäten (gemeinsames Teetrinken, Gesellschaftsspiele, die er beherrscht etc.) eine Umgebung, in der er sich wohl fühlt. So ist der Demenzkranke gut untergebracht und die pflegenden Angehörigen sind für einen Nachmittag von ihrer Verantwortung entlastet.

Was ist MRSA?

Bei Ihnen oder Ihrem Angehörigen sind besondere Bakterien, so genannte MRSA

(= Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) festgestellt worden.

Viele gesunde Menschen sind Träger von Staphylococcus aureus - Bakterien, ohne es zu wissen und ohne dass dies nachteilig wäre. Kommt es zu einer Infektion mit diesen Keimen, so kann sie in der Regel gut behandelt werden.

MRSA sind Bakterien, bei denen gewisse Antibiotika wirkungslos geworden sind und die im Falle einer Infektion daher schwieriger zu behandeln sind. MRSA-Bakterien sind nicht von sich aus krankheitserregender als normale Bakterien.

Sind Angehörige oder Besucher dadurch gefährdet?

MRSA-Bakterien sind mit den sonst beim Menschen vorkommenden Staphylokokken-Bakterien vergleichbar und unterscheiden sich in der Regel nur durch ihre höhere Unempfindlichkeit gegenüber Antibiotika.

Als Gesunder sind Sie oder Ihre Familie nicht durch MRSA gefährdet.

Dagegen sollten Personen mit offenen Wunden, entzündlichen Hauterkrankungen, Kathetern etc. einen Arzt fragen, bevor sie Kontakt zu einer Person haben, die mit MRSA besiedelt ist oder sein könnte.

Sind im häuslichen Bereich besondere hygienische Maßnahmen erforderlich?

  • Nach Möglichkeit Distanzierung von Säuglingen und abwehrgeschwächten Kleinkindern,
  • Besucher benötigen keine Schutzkleidung, eine hygienische Händedesinfektion ist ausreichend,
  • bei Kontakt zu anderen Menschen sollte der MRSA-Träger vorher die Hände waschen und desinfizieren,
  • Angehörige und Besucher sollten nach jedem Toilettengang die Hände waschen, desinfizieren und mit einen frischen Handtuch abtrocknen,
  • Brille, Hörgeräte etc. sollten tägl. desinfiziert werden, bitte sprechen Sie mit dem zuständigen Optiker/Akustiker,
  • Wäsche bei mind. 60 Grad waschen,
  • Bettwäsche einmal pro Woche wechseln,
  • für Besteck, Geschirr und Abfall gelten keine besonderen Maßnahmen.

Für unsere Mitarbeiter gelten besondere hygienische Vorsichtsmaßnahmen, z.B. Tragen von Schutzkitteln und Mundschutz.

 Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.


Empfohlene Maßnahmen im Privathaushalt

  • Noroviren sind weltweit verbreitet und zählen in Deutschland zu den häufigsten Erregern infektiöser Magen-Darminfektionen. Die Viren sind äußerst umweltstabil und sehr ansteckend.

 

  • Da das Virus am häufigsten durch direkten Kontakt zu Erkrankten (virushaltiges Erbrochenes oder Stuhl) oder indirekt über kontaminierte (verschmutzte) Flächen oder Gegenstände (Türgriffe, Waschlappen) übertragen wird, kann das Infektionsrisiko allgemein reduziert werden, indem man den Kontakt zu Erkrankten meidet und auf eine sorgfältige Händehygiene (Händewaschen) achtet.

 

  • Bei der Betreuung von Erkrankten im eigenen Hauhalt steht ebenfalls eine gute Hände- und Toilettenhygiene (regelmäßige Reinigung der Kontaktflächen und der personenbezogenen Hygieneartikel wie Handtücher etc.) im Zentrum der Maßnahmen im Vordergrund.

 

  • Durch Erbrochenes oder durch Stuhl kontaminierte Gegenstände und Flächen
  • (Waschbecken, Toiletten, Türgriffe, Böden) sollten unter Benutzung von
  • Haushaltsgummihandschuhen gründlich gereinigt werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass es dadurch nicht zu einer Weiterverbreitung kommt (z.B. durch die Verwendung von Einmaltüchern und deren anschließender Entsorgung). Ein genereller Einsatz von Desinfektionsmitteln ist im Privathaushalt in der Regel nicht erforderlich. Vielmehr kommt es auf die konsequente Einhaltung der o. g. Maßnahmen an.

 

  • Erkrankte sollten während der akuten Phase der Erkrankung (Durchfall, Erbrechen) außer zur Betreuungsperson möglichst keinen Kontakt zu anderen Haushaltsmitgliedern oder anderen Personen haben. Besonders gefährdet sind Kleinkinder und alte Menschen.

 

  • Geschirr kann wie üblich gereinigt werden. Erkrankte sollten möglichst keine Speisen für andere zubereiten. In jedem Fall kommt der Händehygiene vor dem Essen besondere Bedeutung zu. Leib- und Bettwäsche sowie Handtücher sollten mit einem Vollwaschmittel bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

 

  • Da das Virus auch nach Abklingen der akuten Krankheitssymptome in der Regel noch 1-2 Wochen mit dem Stuhl ausgeschieden werden kann, müssen die genesenden Personen mindestens für diesen Zeitraum auf eine intensive Toiletten- und Händehygiene achten.

 

  • Bei schweren Verläufen (starke Flüssigkeitsverluste durch Erbrechen, Durchfall) sollte vor allem bei Kleinkindern und älteren Patienten und Personen mit Grund­erkrankungen frühzeitig ein Arzt konsultiert werden, der eine adäquate Flüssigkeits- und Elektrolytsubstitution veranlasst.

 

Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.


Vermeidung von Stürzen  - Ein Leitfaden für Betroffene und Angehörige

 

Niemand ist davor geschützt, das Gleichgewicht zu verlieren und zu stürzen. Alte Menschen stürzen häufiger, mit teilweise schlimmen Folgen. Nicht nur, dass Stürze schmerzhaft sind, sie können auch lange Krankenhausaufenthalte bis hin zur Pflegebedürftigkeit nach sich ziehen. 

Durch Erhaltung und Verbesserung der Beweglichkeit, durch Beseitigung von Risikofaktoren und Gefahrenquellen in der Umgebung können Stürze vermieden werden. 

Ursachen für Stürze

Es gibt verschiedene Ursachen, die zu einem Sturz führen können:

  • Probleme mit dem Gleichgewicht
  • Sehbeeinträchtigungen
  • Inkontinenz und Ausscheidungsverhalten (vor allem Toilettengänge bei Nacht)
  • Angst vor Stürzen
  • frühere Stürze
  • Stolperfallen wie Teppiche, herumliegende Gegenstände
  • glatte Fußböden und schlechtes Schuhwerk
  • mangelnde Beleuchtung in Räumen.
Wie können Sie Stürze vermeiden?

Die Wohnung kann im Alter zu einer Gefahrenquelle werden. Durch Einschränkung der Beweglichkeit können Hindernisse nicht mehr so überwunden werden wie in jungen Jahren. Schon ein Telefonkabel kann zur Sturzfalle werden. Die meisten Unfälle und Stürze ereignen sich in der häuslichen Umgebung. Durch einige Veränderungen der Wohnsituation können Stürze vermieden werden:

 

  • Ausreichende und nicht blendende Beleuchtung,
  • in Dusche und Badewanne rutschfeste Matten verwenden,
  • Anbringen von Haltegriffen im Bereich der Dusche und der Toilette,
  • Stolperfallen in der Wohnung beseitigen, wie lose herumliegende Teppiche / Kabel,
  • Benutzung von Gehhilfen, z.B. Stock oder Unterarmgehstütze,
  • rutschfeste Bodenbeläge,
  • Toiletten mit einer niedrigen Sitzhöhe korrigieren durch eine Toilettensitzerhöhung,
  • markieren Sie die erste und letzte Stufe mit einem farbigen Klebestreifen!

 

Oft sind  verschiedene Faktoren für einen Sturz verantwortlich. Maßgeblich trägt jedoch ein regelmäßiges Training zur Vorbeugung von Stürzen bei. Vor allem ältere Menschen sollten zuhause oder in der Gruppe trainieren:


Kraft
 Gleichgewicht  
  Ausdauer
     
                    
Fragen Sie uns nach Angeboten -  wir helfen Ihnen gerne weiter!